Über mich

"Du kannst nicht in genug Sätteln gesessen haben, wenn Du reiten lernen willst… und nicht in genug Betten geschlafen haben…“ – Also, lerne die ganze Welt kennen!
Rittmeister G.W. von Reden-Lütcken

Sie ist eine der letzten ihrer Art in Genetik und Zucht: Redakteurin Karola Katharina Bady. Das hat sie mit ihrer Stute Shirkhana und deren Sohn gemeinsam? Geboren in Niedersachsen, aufgewachsen in Harsefeld, Perle der Geest, heißt es überall. „Ich bin über 30, aber noch unter 100“, sagt sie über ihr Alter, und dass sie zu ihren Falten steht, wie einst Lilli Palmer: „Jede ist eine Erfahrung und auf keine davon möchte ich verzichten“. Sie hat Talente vielfältiger Schaffenskraft, eine unerschöpfliche Energie, so scheint es: als Redakteurin, Lektorin, ist Buchautorin und zur Krönung Pferdepsychologin. Früher wussten nur Eingeweihte, wer sie wirklich ist: Frau Freud für Pferde, denn sie bringt das Lebensgefühl dieser Einhörner der Neuzeit zurück ins Pferdeleben. Seit 1984 nebenberuflich, seit 2001 hauptamtlich, mit besten Kontakten zu vielen Idolen aus dem Sport, Züchtern und deren Sponsoren. Respekt habe sie verdient, „Neid musste ich mir erarbeiten“.

„Wie schaffe ich jetzt den Spagat zwischen Understatement und Bescheidenheit in PR und Werbung für mein Anliegen?“ – das fragt sich eine der besten Redakteurinnen im Fachbereich Sport und Politik, was Recherche und Schreiben im Erstberuf betrifft. Sie hatte die besten Lehrer, hat volontiert, spät studiert, praktisch und wissenschaftlich gearbeitet. Ihr ist ein Rätsel, warum Pferde noch immer Menschen zugeteilt werden zur Therapie, die keine ordentliche Ausbildung in dem Bereich haben, weder im Reiten, noch im Sport, wenigstens. „Du bist zu unbekannt“, Kritik einer „Kollegin“ von einem Pferdemagazin. „Du bist zu bekannt und berüchtigt“, schalt eine andere. Was denn nun? Fakt ist: Immerhin kennt sie Muskelkater aus der Eigenperspektive in jeder Faser ihrer Körpers! Karola Bady ist fünffache Deutsche Meisterin im Faustball, einem Sport, den keiner kennt, wie sie selbst immer scherzt. Altherrensport. Affentennis? Sie war 1977 sogar Sportlerin des Jahres? „Ja, leider“, sie seufzt, mag sie doch in der Öffentlichkeit nicht so gern erkannt werden.

Die zweifache Gewinnerin des Deutschlandpokals im Team von Niedersachsen (1977/78) und Westfalen (1983), hat Nationalmannschaft gespielt (Kader 1976 bis 1989: Südamerika-Tour), ist jeweils mit ihren Vereinen MTV Wangersen, dem TurnKlubb zu Hannover (TKH, später Lüneburg) in die Bundesliga aufgestiegen. Mit „ihren“ Lüneburgern teilte sie Siege bis unter die letzten Acht beim Berliner Turnfest 1987. Beim Dienstsport mit dem Polizeiabschnitt (PA Schaumburg) und Heeresfliegern der Staffel 900 stellte sie manchen Mann in den Schatten, damals bei der Zeitung in der Residenzstadt. Dort wurde die Vielseitigkeit ihr Steckenpferd: sie spielte beim TV Petershagen (früher Harsefeld und Eintracht Immenbeck) Volleyball, hochklassig in Verbands- und Landes-Liga, war bei Bezirks- und Landesmeisterschaften im Voltigieren früher und im Reiten bis in die mittelschwere und schwere Klasse erfolgreich. „Absolut Vielseitigkeit, Dank Shirkhana und Mini“, sagt sie immer, weil die Stute mit fünf so schwierig war und „erst im Busch“ beider volles Potential zur Geltung brachte. Lehrjahre für beide.